Hexen oder
Hexerei bedeutet das Ausüben von Zauberkräften und
Magie. Die Hexerei wird sowohl von Frauen als auch von Männern praktiziert. Ihre Tätigkeiten gelten oft als nicht mit den Naturgesetzen vereinbar, da sie wissenschaftlich nicht nachweisbar sind. Dennoch gibt es Hexen, die Hexerei als lebenslange Aufgabe mit grosser Hingabe und Wissensdurst betrachten. Einige spezialisieren sich auf unterschiedliche Bereiche der Magie. Dazu gehört die rituelle Magie der
Wicca, der bekanntesten spirituellen Bewegung, die auf den Ideen des frühen westeuropäischen Heidentums basiert und Magie als zentrales Element einbezieht.
Die rituelle Wicca-Magie ist anpassungsfähig, und eine erfahrene
Hexe kann nahezu jeden Zauber wirken, indem sie die Symbolik und Elemente des Rituals genau versteht. Dies führt zu innerer Gelassenheit und klaren Gedanken in Bezug auf die Verbindung von Mensch, Natur und Göttlichem in der Wicca-Tradition. Die sogenannte Pflanzen-, Boden- und Erdmagie wird von den "Hüttenhexen" praktiziert, die den Umgang mit Giften und pflanzlichen Substanzen meistern. Sie entwickeln ein tiefes Verständnis für den Kreislauf der Natur, einschliesslich des Wandels und der Erneuerung. Auch schamanische Magie spielt in der Hexerei eine Rolle.
Wo findet man Menschen, die hexen?
Hexen - ob weiblich oder männlich - erkennt man nicht auf den ersten Blick. Viele leben zurückgezogen, und nur wer eine ausgeprägte spirituelle Sensibilität besitzt, könnte die Energie spüren, die während ihrer
Rituale entsteht. Einige Hexen organisieren sich in Coven, also Hexenzirkeln. Solche Treffen lassen sich bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen, wobei in der Regel 13 Mitglieder regelmässig zusammenkommen. Mitglieder der modernen, neuheidnischen Wicca-Bewegung sind ebenfalls häufig in Coven organisiert, doch die meisten Hexen praktizieren nach wie vor alleine.
Die Vorstellung, das Hexen alte Frauen mit wirrem Haar seien, entspricht längst nicht mehr der Realität. Tatsächlich stammen viele Anhänger der
Hexerei aus der urbanen Mittelschicht, wie Studien zeigen. Da die Einheit von Mensch und Natur in der Stadt oft schwerer zu erleben ist, sehnen sich viele nach einer stärkeren Verbindung zur Natur. Die sogenannten "freifliegenden Hexen" leben ihren Glauben individuell aus und zeichnen sich durch Toleranz gegenüber anderen Religionen und Unabhängigkeiten von gesellschaftlichen Normen aus.
Hexen bei Vollmond
Der
Mond spielt eine zentrale Rolle in der
Hexerei. Mit seinem regelmäßigen Zyklus beeinflusst er die Natur und viele Vorgänge auf der Erde. Die Mondphase ist entscheidend für das Ergebnis von Ritualen und Zaubern. So eignet sich der zunehmende Mond für Rituale, die Liebe, Glück und Wohlstand fördern sollen. Der Vollmond verstärkt übersinnliche Wahrnehmung und ist ideal für die Anrufung der Mondgöttin sowie Rituale zur Förderung von Fruchtbarkeit und intuitiven Fähigkeiten.
Ereignet sich in einem Monat ein zweiter Vollmond, wird dieser als "Blauer Mond" bezeichnet und gilt als besonders energiereich. Der abnehmende Mond ist wiederum die passende Zeit für Rituale, die auf das Lösen oder Klären von Situationen abzielen.
Regeln der Hexerei
Die
Hexerei unterliegt festen Regeln, die von jeder Hexe eingehalten werden. Diese betreffen unter anderem Achtsamkeit gegenüber sich selbst, ein Leben im Einklang mit der Natur und die bewusste Anwendung magischer Prinzipien. Ein lebenslanges Lernen ist essenziell, da nur durch stetige Weiterbildung und Übung von Ritualen eine Hexe vollständig mit der Magie vertraut wird.
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